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erstellt am 03.11.2021

Feldsteinkirchen

Kirchen aus Feldsteinen sind typisch für Gebiete, in denen es kein anstehendes Gestein, aber reichlich Findlinge gibt. Sie zählen zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken in Deutschland.

Steine wachsen aus dem Boden und werden zu Kirchen

Von den Bergen Skandinaviens bis nach Norddeutschland reichten in der Saale-Eiszeit (vor etwa 130.000 Jahren) die Gletscher. Vor sich her schoben sie Geröll und Steine, die sie unter sich rund schliffen. Im Raum Uelzen kam das Eis zum Stehen und hinterließ meterdicke Schichten aus Findlingen, Kies und Sand. Weil sich vor allem unter den großen Steinen Wasser sammelt, werden sie empor gedrückt, wenn es gefriert und sich ausdehnt. So glaubten die Bauern früher, die Steine wüchsen förmlich aus dem Boden.

Kirchen aus Feldsteinen sind typisch für Gebiete, in denen es kein anstehendes Gestein, aber reichlich Findlinge gibt. Zum Beispiel das Wendland oder die Lüneburger Heide. Schon von den Steinzeitmenschen wurden Findlinge zu Großsteingräbern verarbeitet. Im Mittelalter fand man dann auch Verwendung für die kleineren Findlinge, die so genannten Feldsteine: Sie kamen beim Bau von Kirchen und Burgen zum Einsatz. Die meisten Gotteshäuser weisen Stilelemente der Romanik (Rundbogenstil) auf, also dicke, festungsartige Mauern und winzige Fenster. Später, z.B. in Dalldorf, ging man allmählich zu den schlankeren, aufstrebenden Formen der Gotik über.

Ziegel verdrängen Feldsteine 

Die Dalldorfer Kapelle (1668) zählt zu den jüngsten Feldsteinkirchen. Dass man in der Folgezeit lieber mit Backstein und Fachwerk baute, liegt daran, dass Feldsteine wegen ihrer runden Form schwerer zu verarbeiten sind. Ein Stein nämlich, der auf die Lücke zweier anderer gesetzt wird, drückt diese auseinander, wodurch das Mauerwerk auf Dauer instabil wird. Tatsächlich mussten deswegen einige Bauten in der Vergangenheit abgerissen werden, z.B. 1832 der Turm der St. Georg-Kirche in Hanstedt I. Ein weiterer Nachteil der Feldsteinbauweise waren die enormen Kosten für Kalkmörtel, der zum Füllen der großen Fugen benötigt wurde. So fanden Feldsteine später vor allem Verwendung als Hof- und Straßenpflaster und beim Mauerbau. 

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