0

Merkliste

Ehemalige Rottekuhlen, in denen früher Flachs zur Weiterverarbeitung eingelagert wurde.

Heute ist es ein kleines Niedermoor, doch noch bis zum 2. Weltkrieg waren hier Rottekuhlen für die Flachsbearbeitung angelegt: Im Hardautal, südlich der Ortslage Hösseringen liegen die ehemaligen Flachsrottekuhlen. Hier legten früher die Bauern den geernteten Flachs ins Wasser, damit Bakterien ihre Arbeit tun konnten. Sie zersetzten den Leim, der die Flachsfasern mit dem holzigen Kern des Stengels zusammenhält und machten den Flachs mürbe. Doch aufgepasst: Lag der Flachs zu lange im Wasser, wurden die Fasern angegriffen. Es kam also auf den rechten Zeitpunkt an, um den Flachs weiter verarbeiten zu können. Nach sechs bis zehn Tagen wurde der Flachs entnommen und, zu Garben gebündelt, zum Trocknen aufgestellt. Dann wurden die hölzernen Stengelteile mechanisch durch braken, schwingen und hecheln von den Fasern getrennt. Erst nach dieser aufwändigen Arbeit konnte das Spinnen des Leinens beginnen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Flachsverarbeitung aufgegeben: Billige Baumwollimporte verdrängten das Leinen.

In den alten Rottekuhlen wachsen heute Frauenhaarmoos, Torfmoos, Sumpfschachtelhalm und viele andere geschützte Pflanzen. 

Hier verläuft der Kulturhistorische Wassererlebnispfad Hardautal.

Navigation starten:

Besuchen Sie uns auch auf:

https://suderburgerland.de/

diese Seite teilen

Das könnte Dir auch gefallen

"Das könnte Dir auch gefallen" überspringen
Kranich in Nahaufnahme }

Naturschutzgebiet Lüderbruch und Schweimker Moor

Öffnungszeiten

Schützenstraße, 29394 Lüder, Deutschland

Das Schweimker Moor und der angrenzende Lüder Bruch zählen zu den bedeutendsten Kranichbrutplätzen in Niedersachsen.

Biotope Viewpoint

Rundwanderweg vom Aussichtsturm nach Räber – Länge 6,8 Kilometer }
Rundwanderweg vom Aussichtsturm nach Hösseringen }
Rundwanderweg vom Aussichtsturm zum Landtagsplatz  }
Zu "Das könnte Dir auch gefallen" zurückspringen