Totenkult

Totenkult in der Bronzezeit

Zum Totenbrauch der Bronzezeit gehörten auch die Gräber und Totenhäuser. Unser Modell im Maßstab 1:2, das Sie vor den Hügelgräbern in der Addenstorfer Heide finden, orientiert sich an Ausgrabungsbefunden bronzezeitlicher Siedlungen vom Bargroosterveld in den Niederlanden der Zeit um 1250 v. Chr. Der Grundriss des sog. "Kultgebäudes" ähnelt dem des Totenhauses von Eitzen stark. Es bestand in Orenthe aus Holzpfählen, deren Giebelenden vermutlich mit hornförmig geschnittenen Holzenden verziert waren. Die Hornenden erinnern an die Hornsymbole der Mittelmeerkulturen und der mitteleuropäischen Urnenfelderkultur in der Zeit des Trojanischen Krieges.

 

Die Grabhügel der Bronzezeit waren mit Steinkreisen, Gräben und Pfostensetzungen umgeben. Ihre Funktion ist nicht sicher geklärt. Vielleicht haben sie einen heiligen Grabbezirk abgegrenzt.

 

 

In diesem Modell ist deutlich zu erkennen, dass der Addenstorfer Grabhügel in mehreren Phasen aufgebaut wurde. Die ältesten Bestattungen erfolgten ebenerdig in Baumsärgen, die jüngsten sind Urnenbestattungen direkt unter der Hügeloberfläche.