Hausbau & Siedlung

Hausbau und Siedlung in der Urgeschichte

Mit archäologischen Ausgrabungen, wie sie 1942 auch in der Klein Bünstorfer Heide stattfanden, können in der Lüneburger Heide mit ihren Sandböden nur wenige Reste prähistorischer Hausbauten freigelegt werden. Seit der Jungsteinzeit, aus der z.B. ein Grundriss aus der Trichterbecherkultur (um 3000 v.Chr. ) bei Wittenwater entdeckt wurde, war Holz der wichtigste Baustoff, aus dem das Hausgerüst errichtet wurde.

 

Die in den Boden eingegrabenen Pfosten verfaulten und hinterließen Verfärbungen im Boden, die mit Glück bei einer Ausgrabung entdeckt werden können. Daraus ist manchmal der Grundriss zu erschließen. Über Wände, Dach, Innenausstattung, bautechnische Details ist kaum etwas bekannt. Hier können Modelle und die experimentelle Archäologie weiterhelfen.

Die an dieser Stelle in der Klein Bünstorfer Heide freigelegten Spuren könnten in verschiedene Epochen gehören: Jungsteinzeit, Bronzezeit oder um Christi Geburt (Scherbenfunde). In der Nähe von Lüneburg wurden in jüngster Zeit Hausreste erforscht, die denen von Klein Bünstorf sehr ähnlich sind und in die Bronzezeit datieren.

 

Dieses Modell veranschaulicht Im Maßstab 1:5 die Bauweise des Gerüstes nahe des ursprünglichen Fundplatzes. Im Archäologischen Zentrum Hitzacker wurden mehrere solcher Häuser im Maßstab 1 :1 als Modelle erbaut.