Ausstellungen

In drei besonderen Ausstellungen werden die "Zeitspuren" der Heideregion Uelzen anschulich dargestellt.

 

Steinreiche Heide

In der Lüneburger Heide scheinen Steine schier aus dem Boden zu "wachsen".

Die Dauerausstellung „Steinreiche Heide“ im Museumsdorf Hösseringen gibt Antworten auf Fragen wie „Woher kommen die Findlinge, wie bearbeitet man sie und was hat man damit über die Jahrtausende hin gemacht?“

 

 

Der Transport der vielen schweren Findlinge und Ausstellungsstücke war nicht nur beim Ausstellungsaufbau schwierig, bereits in der Jungsteinzeit vor ca. 5000 Jahren quälten sich die Menschen mit dem Gewicht der Steine. Anhand von Modellen zeigt die Ausstellung die Transportmöglichkeiten beim Bau eines Großsteingrabes auf. Teilweise haben die gezeigten Findlinge ein Gewicht von 2 Tonnen und mehr.

 

Vom einfachen Fundamentstein bis zu aufwendig gearbeiteten Pfeilern oder Kunstwerken, vom 5000 Jahre alten Großsteingrab aus Lehmke bis zur Autobahnbrücke der 1930er Jahre wird die enorme Bandbreite der Verwendung von Findlingen aufgezeigt. Doch nicht nur die Steine, auch die Menschen, die den Stein bearbeiten, finden Beachtung: vorgestellt werden die Berufe des Steinsetzers und des Steinmetzen.

 

Zeitspuren in Bad Bodenteich

Auf der Burg Bodenteich wurde im Rahmen des Projektes ZEITSPUREN eine "Mittelalterliche Baustelle" installiert. Hier kann man viel Neues darüber erfahren, wie im Mittelalter mühsam Burgen gebaut oder Bier gebraut wurde. Wussten Sie, dass bis 1914 in Bodenteich ein süffiges Dunkelbier - der Knorrbock gebraut wurde? Neben den Grundmauern der alten Brauerei erinnert ein neuer "Biergarten" mit Hopfen und Gerste, Porst oder Gagel an dieses alte Handwerk.

 

Rund um die "Mittelalterliche Baustelle" gibt es eine Vielzahl von Erlebnisangeboten. Es werden museumspädagogische Programme für Schulklassen oder Kreativkurse zu Themen wie Bierbrauen, Silberschmieden, Langbogenbau sowie mittelalterliche Koch- und Kosmetikkurse angeboten.

 

Einen Höhepunkt stellen Tages- und Wochenendprogramme unter dem Motto "Robin Hood in Bad Bodenteich" dar. Befahren einer alten Frachtstraße, mittelalterliches Kochen, ein Langbogenturnier sowie das Erlernen von mittelalterlichen Handwerkstechniken prägen dieses von Fachleuten begleitete Programm für Gruppen.

 

 

Zeitspuren um Bad Bevensen

Im Mittelpunkt der kleinen Ausstellung steht die Archäologie um Bad Bevensen, die eng mit den wichtigen Forschungen von Prof. Gustav Schwantes zur vorrömischen Eisenzeit in Norddeutschland verbunden ist.

 

 

 

 

Mit Ausgrabungen um die Jahrhundertwende auf Gräberfeldern bei den Heidedörfern Jastorf, Ripdorf, Seedorf und anderen wurden von ihm die bis heute gültigen archäologischen Grundlagendaten für diese Epoche in Norddeutschland geschaffen.

 

 

Die wichtigste technische Neuerung in der vorrömischen Eisenzeit Norddeutschlands (ca. 700 v.Chr. bis Christi Geburt) war das Eisen, das in der Lüneburger Heide aus dem anstehenden Raseneisenerz gewonnen wurde. Hierzu wurde ein „Rennfeuerofen" verwendet, in dem das Eisen in einem aufwendigen Verfahren gewonnen wurde. Ein funktionstüchtiger Nachbau mit Schlackenfluß zeigt in der Ausstellung das Ergebnis eines solchen Verhüttungsversuchs. Einen Blick in die modernere archäologische Forschung gewährt die Dokumentation zu den Ausgrabungen des Buckelgräberfeldes am Galgenberg in Bad Bevensen, das vor über 1500 Jahren dort angelegt wurde.