Wald, Wasser, Bodenschätze

Kiefernwälder, Eichenhaine, Heideflüsse, Kieselgur - erfahren Sie mehr über Wald, Wasser und Bodenschätze der Region Uelzen.

 

Wald & Forst

Holzraubbau, Plaggenhieb und Schafbeweidung hatten den einst so dichten Wäldern Germaniens über die Jahrhunderte stark zugesetzt. Ab 1802 wurde erfolgreich wieder aufgeforstet. Auf den sandigen Heideböden kamen jedoch ausschließlich genügsame Kiefern in Frage.

 

In den wenigen königlichen Wäldern durften die Bauern kein Holz schlagen und nur eine bestimmte Zahl von Schweinen zur Waldweide eintreiben. Lagen Eichenwälder zu weit vom Dorf entfernt, gab es dorfeigene Eichenhaine, in die die Schweine getrieben wurden. Diese Haine verleihen noch heute ihrem Ort einen ganz besonderen Charme.

 

Bodenschätze der Region

icht zu bieten. Dieser geht auf 300.000 Jahre alte Ablagerungen winziger Kieselalgenschalen zurück, die im 19./20. Jh. abgebaut und z.B. bei der Herstellung von Dynamit verwendet wurden. Spuren des Abbaus sind heute kaum noch zu finden.

 

Vielerorts noch sichtbar sind zahlreiche Sand- und Kiesgruben. Die meisten sind still gelegt, einige decken den Eigenbedarf der Bauern. Sand, mit Kalk zu Kalksandstein verarbeitet, verlieh vielen Bauernhäusern ein ungewöhnliches Weiß. Zahlreich vorhanden sind auch Ziegeleiteiche, in denen seit Mitte des 19. Jh. kleinflächige Lehmvorkommen abgebaut wurden. Wichtig für den Ackerbau war das Mergelvorkommen. Mergel zersetzt Humus sehr rasch und macht ihn so für Pflanzen verfügbar.

 

Rund ums Wasser

Der größte Fluss der Region Uelzen ist die Ilmenau. Sie fließt von Süden nach Norden der Elbe zu, teilt den Landkreis in eine östliche und eine westliche Hälfte. Die meisten Ilmenau-Nebenflüsse sind mit ihrem sandigen Sediment typische Heideflüsschen, in denen bis ins 19. Jh. die Flussperlmuschel massenhaft zu Hause war.

 

Die vielen Bäche und Flüsschen lieferten die Energie für zahlreiche Wassermühlen. Heute wird dort kein Korn mehr gemahlen (Ausnahme: Bohlser Mühle), doch sind sie und ihre Mühlteiche auffällige Landmarken. In vielen kleinen Heidebächen sind auch Reste alter Stauanlagen zu entdecken.

 

Prägende Elemente vieler Dörfer sind ihre Dorfteiche. Viele dienten früher als Tränke und Feuerlöschteich. In manchen wurde damals auch Flachs eingeweicht, um ihn für die Weiterverarbeitung vorzubereiten.

 

 

Noch im 18. Jh. gab es in Bodenteich einen großen See, den größten im heutigen Kreisgebiet. Er verlandete und wurde zu den Seewiesen, einem großen sumpfigen Niedermoor. Inzwischen ist das Moor trocken gelegt und zu Wiesenland aufgewertet worden.

 

Der Elbe-Seitenkanal, der von Süd nach Nord durch den Landkreis führt, verbindet die wichtigen Schifffahrtsrouten Elbe im Norden und Mittellandkanal im Süden.

 

(Quelle: „Unterwegs im Landkreis Uelzen“, C. Wiegand, 2002)