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Vom Schäfer zum Kartoffelbauern: Heidehöfe im Wandel

So wie sich in den letzten 150 Jahren die Landwirtschaft veränderte, wandelten sich auch die Bauernhöfe. Lange Zeit gehörte z.B. zu jedem Heidehof ein Schafstall, weil Wolle die wichtigste Einnahmequelle war. Im 19. Jahrhundert verschwanden sie, als die Bauern die Heide, auf der die Schafe geweidet hatten, unter sich aufteilten und in Felder oder Forst umwandelten. Ackerbau war nun der Haupterwerb, möglich geworden durch künstliche Düngemittel, Meliorationen, Flurbereinigungen und andere Neuerungen. Bald löste die Kartoffel den altgedienten Roggen ab und auf den Heidehöfen zog Wohlstand ein. Große Scheunen wurden gebaut, um die Ernten aufzunehmen und auch neue Ställe, denn dank Wiesenbewässerung und Rübenanbau gab es viel mehr Heu und neuerdings Rübenblätter zum Verfüttern.

Das Bauernhaus der Heide war Jahrhunderte lang ein Alles-unter-einem-Dach-Haus: Im vorderen Teil befanden sich die Ställe und die Diele, im hinteren (ab dem 19. Jahrhundert durch eine Wand getrennt) Küche und Wohnräume. Auf dem Dachboden lagerte dasungedroschene Getreide, nachgetrocknet und konserviert vom Rauch des Herdfeuers. Diese uralte Aufteilung blieb selbst dann noch erhalten, als das Fachwerk ab 1870 von massiven Ziegelsteinbauten verdrängt wurde. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich reine Wohn-, Stall-, Lager- und Wirtschaftsgebäude.

Eine Eigenart der Lüneburger Heide sind die bis ins 19.  Jahrhundert hinein erbauten Treppenspeicher. Hier bewahrten die Bauern das Wertvollste auf: das Saatgut fürs nächste Jahr. Später mussten viele Speicher Scheunen weichen. Es gab sogar spezielle Kartoffelscheunen, um die Ernte außerhalb der Saison teurer zu verkaufen.

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