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© Jürgen Clauß
Radfahren gehört zu den großen touristischen Stärken unseres Landkreises. Rund 1.000 Kilometer ausgeschilderte Radrouten, unsere abwechslungsreiche Landschaft und die Auszeichnung als ADFC-RadReiseRegion bieten beste Voraussetzungen, um Gäste aus Nah und Fern zu begeistern.
Radtourismus und Alltagsradverkehr gehen dabei über weite Strecken Hand in Hand. Gäste und Einheimische nutzen vielfach dieselben Wege, Verbindungen, Abstellmöglichkeiten und Bahnanschlüsse. Was eine Radreise sicher und angenehm macht, erleichtert häufig auch den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder die Radtour am Wochenende. Investitionen in eine gute Radinfrastruktur entfalten deshalb einen doppelten Nutzen.
Eine erfolgreiche Radregion muss jedoch kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden. Qualitätsstandards müssen gesichert und touristische Angebote an neue Entwicklungen und veränderte Erwartungen angepasst werden. Dafür braucht es neben attraktiven Strecken engagierte Gastgeber und weitere touristische Betriebe, gute Ideen und eine verlässliche Zusammenarbeit.
Ob daraus zusätzliche Gäste, Übernachtungen und regionale Wertschöpfung entstehen, hängt auch von politischen und kommunalen Entscheidungen ab. Wegeunterhaltung, Bahnanbindung, Wirtschaftsförderung, Tourismusfinanzierung und die Zusammenarbeit im Landkreis bestimmen maßgeblich, wie wettbewerbsfähig die HeideRegion als Reiseziel künftig bleibt.
Vom Radtourismus profitieren nicht nur Beherbergungsbetriebe und Gastronomie. Radgäste kaufen vor Ort ein, nutzen Fahrradservice, Freizeit- und Kulturangebote und entdecken regionale Produkte. Eine gute Radinfrastruktur stärkt daher den ländlichen Raum und erhöht zugleich die Lebensqualität und Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Wirtschaftsstandort.
Das Fachforum bietet dafür eine fundierte und kompakte Entscheidungsgrundlage: aktuelle Erkenntnisse aus der bundesweiten Grundlagenuntersuchung, eine Einordnung der wirtschaftlichen Bedeutung für Niedersachsen und Erfahrungen aus erfolgreichen Praxisbeispielen. Wer in Politik oder Verwaltung über Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Tourismus oder Regionalentwicklung mitentscheidet, erhält an diesem Abend wichtige Informationen und die Gelegenheit zum direkten Austausch mit ausgewiesenen Fachleuten.
Das 4. Fachforum „Radtourismus im Dialog“ bringt aktuelle Erkenntnisse, praktische Erfahrungen und neue Ideen nach Uelzen. Vier ausgewiesene Fachleute beleuchten den Radtourismus aus bundesweiter, landesweiter und betrieblicher Perspektive. Sie zeigen, welche Chancen sich für unsere Region und ihre touristischen Leistungsträger eröffnen und wie aus guten Routen überzeugende touristische Angebote entstehen können.
Freu dich auf einen informativen Abend mit aktuellen Erkenntnissen, erfolgreichen Praxisbeispielen und vielen Anregungen für die weitere Entwicklung des Radtourismus in der HeideRegion Uelzen:
Vier Fachvorträge verbinden aktuelle Erkenntnisse aus Deutschland und Niedersachsen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für unsere Region. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Bedeutung des Fahrradtourismus, die Erwartungen heutiger Radgäste und die Frage, wie aus attraktiven Routen erfolgreiche touristische Angebote werden.
© Peter Gerlach
Aktuelle Entwicklungen im Fahrradtourismus in Deutschland
Iris Hegemann, Deutscher Tourismusverband
Iris Hegemann stellt erste Ergebnisse der neuen Grundlagenuntersuchung zum Fahrradtourismus in Deutschland vor. Sie zeigt, wie sich der Markt verändert, welche Reiseformen und Zielgruppen an Bedeutung gewinnen und welche Perspektiven sich daraus für Tourismusregionen und Betriebe ergeben.
© Dominik Ketz
Radtourismus und touristische Mobilität in Niedersachsen
Dr. Franziska Thiele, TourismusMarketing Niedersachsen GmbH
Welche wirtschaftliche Bedeutung besitzt der Radtourismus für Niedersachsen? Dr. Franziska Thiele ordnet aktuelle Entwicklungen, die Radverkehrsstrategie des Landes sowie wichtige Fragen der radtouristischen Angebots- und Infrastrukturentwicklung ein.
© Markus Tiemann
Was Radreisende von Gastgebern erwarten
Sandra Henze, Bett+Bike Regionalmanagerin
Radfreundliche Unterkünfte und engagierte touristische Betriebe sind ein entscheidender Teil einer erfolgreichen Radregion. Sandra Henze erläutert, was Radgäste heute erwarten, welche Qualitätsstandards wichtig sind und wie Gastgeber, Gastronomie und weitere Leistungsträger eigene Angebote entwickeln und sich stärker vernetzen können.
© Markus Tiemann
Vom guten Weg zum erfolgreichen touristischen Produkt
Sebastian Thiele, absolutGPS
Am Beispiel des international erfolgreichen Stoneman-Konzepts zeigt Sebastian Thiele, wie aus einer anspruchsvollen Radroute ein ganzjährig nutzbares touristisches Produkt mit hoher Wiedererkennbarkeit entstehen kann. Der ausgewiesene Radtourismusexperte war auch an der neuen Grundlagenuntersuchung zum Fahrradtourismus beteiligt und überträgt seine Erfahrungen auf die Chancen von Gravel-, Mountainbike- und Rennradangeboten.