Kloster Ebstorf

Kloster Ebstorf wurde um 1160 als Praemonstratenser Chorherrenstift gegründet und etwa 1200 – nach einem Brand – für Benediktinerinnen neu gestiftet. Es gehört neben Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen zu den "Lüneburger Klöstern", die nach der Reformation (um 1528) evangelische Konvente wurden.

Klosterkirche und Konventsgebäude entstanden im 14. Jh. im Stil der norddeutschen Backsteingotik und sind noch vollständig erhalten. Den wuchtigen Glockenturm erbaute man rund 200 Jahre später.

Kloster Ebstorf birgt eine Vielzahl an mittelalterlichen sakralen Kunstschätzen: Bronzetaufe (1310), Renaissance-Kanzel (1615) und Barockaltar (1684). Im Nonnenchor befinden sich ein gotischer Altar mit Triumphkreuz, Madonnen des 13. und 14. Jh. sowie der Heilige Mauritius in Lebensgröße (um 1300). Den Kreuzgang zieren wertvolle Glasmalereien in 15 Fenstern mit dem "Heilsspiegel" (um 1400) und reiche Bauplastik im spätromanischen bis frühgotischen Stil.

Die "Ebstorfer Weltkarte", ein 13 qm großes Weltbild auf Pergament (13. Jh.), machte das Kloster weltberühmt. Heute ist eine originalgetreue Kopie der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Karte zu besichtigen.

 

Öffnungszeiten

1. April bis 15. Oktober:
Di.-Sa. 10.00 bis 11.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
So. und an kirchlichen Feiertagen nachmittags 14.00 bis 17.00 Uhr.

Führungen erfolgen fortlaufend. 16. bis 31. Oktober jeweils nur eine Führung um 14.00 Uhr.

Gruppenanmeldung unbedingt rechtzeitig erforderlich! (Dauer der Führungen 75-90 Minuten). Montags geschlossen. Karfreitag geschlossen.

Konzerte während der Saison April bis November auf dem Nonnenchor und in der Propsteihalle. Ausstellungen verschiedener regionaler Künstler in der Probsteihalle.

Programm und Termine können erfragt werden unter:
Tel.: 05822-23 04, Fax: 05822-23 19.
Bürozeiten: Mo.-Fr. 8:30-12:30 Uhr.