Kirchen in und um Uelzen

Die ehemalige Klosterkirche St. Johannis des Täufers in Oldenstadt ist das älteste Bauwerk im Kreis Uelzen und eine der wenigen Feldsteinbasiliken Deutschlands. Die St. Marien-Kirche in Uelzen beherbergt das "Goldene Schiff" - das Wahrzeichen der Stadt.

 

Holdenstedt:
Nicolai-Kirche, Chor aus dem 14./15. Jh., Kirchenschiff und Westturm 1690 erbaut. Tauffünte (1325), Tonnengewölbe und Altar von 1654. Grablege der Familie von der Wense, ehemalige Patronatskirche.
Informationen: Tel.: 05 81/65 37

 

Uelzen – Oldenstadt:
Die ehemalige Klosterkirche St. Johannis des Täufers stammt aus dem 12. Jh. Sie ist das älteste Bauwerk im Kreis Uelzen und eine der wenigen Feldsteinbasiliken in Deutschland.
Vor mehr als 1.000 Jahren bestätigte Kaiser Otto II. am 6.6. 973/74, wenige Tage nach dem Tode Hermann Billungs und Ottos I., ein gemeinsam mit dem Bischof Bruno gegründetes Kanonissenstift in Ullessen. Bruno ersetzte auf dem zum Bistum Verden gehörigen Begräbnisplatz die Holzkirche durch eine Steinkirche. Nach Umwandlung des Stifts in ein Mönchskloster (1133/37) bauten Benediktiner die jetzige Kirche als romanische Basilika.

Nach der Säkularisierung des Klosters (1541) verfielen einige Teile der Klosterkirche. Aber auch so sind die erhaltenen Reste imposant: das Langhaus, die Vierung, die von einer Wetterfahne aus dem Jahr 1621 bekrönt wird, und der ehemalige Chorraum, der heute als Gemeindekirche benutzt wird.Das Innere der Kirche beherbergt u. a. einen Taufengel von 1901 und Buntglasfenster mit Weihnachtsdarstellungen aus dem Jahre 1909.Bemerkenswert sind außerdem die neuen Kanzelkorbbilder, die der Künstler Hermann Buß 2006 geschaffen hat. - Der Zwischenboden im Westteil und die Lüftungsluken im Dach des Ostteils erinnern noch an die zeitweilige Nutzung der Kirche als Kornscheune.

Öffnungszeiten nach Absprache:
Informationen/Anmeldung: Tel.: 0581-4 22 30

 

Uelzen:
Die St.-Marien-Kirche zu Uelzen wurde 1292 zur Pfarrkirche erhoben. Die Bauarbeiten der gotischen Hallenkirche dauerten rund 100 Jahre (bis ca. 1400).
Bemerkenswert ist der Annenaltar in der "Ellerndorfkapelle" – ein Werk einer Lübecker Werkstatt aus dem späten Mittelalter. Ein Tafelbild zeigt die älteste Darstellung eines Uelzener Bürgermeisters aus dem 16. Jh.
Den Altar und die Kanzel in neugotischem Stil schuf Kirchenbaumeister C.W. Hase aus Hamburg im Jahre 1901. Die barocke Turmhaube wurde 1945 zerstört und 1954 in moderner Form wiedererrichtet.
1598 wurde das Hansekontor des Stalhofes von Königin Elisabeth I. in London geschlossen. Valentin von Horn, der Sohn eines Uelzener Bürgermeisters, brachte daraufhin das Goldene
Schiff (Tafelaufsatz) nach Uelzen, das seither in der St.-Marien-Kirche zu sehen ist. Der Kupferkern ist vergoldet und mit zahlreichen Gemmen verziert.

Öffnungszeiten von Ostern bis 23.10.:
Mo.-Do. 10:00-13:00 u. 14:00-17:00 Uhr, Fr. 10:30-12:30 Uhr u. 14:00-17:00 Uhr, Sa. 14:30-16:00 Uhr, So. 14:30-16:00 Uhr.
Ab 23.10. bis Ostern (und nach Weihnachtsmarkt) lediglich Vorraum offen, Kirche ansonsten geschlossen. Ausnahme: während Weihnachtsmarkt nachmittags offen (keine genauen Zeiten!).
Tel.: 0581-51 16 (Kirchenbüro).

Turmbesteigung mit Führung in der Saison: Mi. und Fr. 15:30 Uhr. Anmeldungen: Kirchenbüro, Pastorenstr. 2, Tel.: 0581-51 15

 

Gertrudenkapelle (1511–13), einschiffiger Backsteinbau unter steil geneigtem Satteldach. Stiftung des Bürgers Hans Hosteke. Altarbild und Fenster von Renate Strasser (1950er Jahre). Die Kapelle fungierte auch als Übernachtungsmöglichkeit für reisende Kaufleute vor dem Gudestor.
Informationen: Tel.: 0581-7 36 39

 

Heiligen-Geist-Kapelle
1322 geweiht. Chorerweiterung in der 2. Hälfte des 15. Jh. Marienaltar nach 1500 aus Lübecker Schule, Glasmalereien von 1406–12 (ehemals St.-Viti-Kapelle).
Informationen: Tel.: 0581-51 15

 

St.-Viti-Kapelle (1406–12)
Von Probst Rupertus von Nortlo gestiftet. (Glasfenster jetzt in der Heiligen-Geist-Kapelle) Ehemalige Leprastation vor dem Lüneburger Tor.
Informationen: Tel.: 0581-51 15