Ratsweinhandlung

Um 1500 erbaute der Rat der Stadt hinter dem Rathaus das so genannte Nige Huis. Es diente dem Rat als Wein- und Bierkeller. Hier lagerten Biere aus Hamburg, Lüneburg und Einbeck. Wein wurde damals noch an den Ilmenauhängen des Königsberges vor den Toren der Stadt angebaut.

Aus der ersten Bauphase stammt der charakteristische Staffelgiebel der Rückfront des Hauses, der zur Marienkirche weist. Durch die große Kellerluke wurde der Wein in Fässern angeliefert. Seine Lagerung erfolgte damals wie heute in den historischen Kellergewölben.

Nach dem großen Brand von 1646, der zwei Drittel der Stadt zerstörte, ließ der Rat das Nige Huis schnell wieder aufbauen. So entstand der heutige Fachwerkbau, dessen geschnitzte Holzbalken farbig ausgemalt sind.

In den historischen Kellergewölben der Ratsweinhandlung finden regelmäßig Lesungen, Diskussionsabende und Weinproben statt.