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Auf Äckern & Feldern


Drei Bodenarten bestimmen im Landkreis Uelzen die Landwirtschaft: Sandböden, Lehmböden und Kleiböden. Die Bewirtschaftung der verschiedenen Böden ließ auch die unterschiedlichen Landschaften entstehen.

Bild: Sandböden sind Spargelland Die Sandböden liegen v.a. im Bereich der ehemaligen Endmoränen und Sandergebiete, umschließen das Uelzener Becken wie einen Ring. Auf den kargen Böden war „ewiger Roggenbau“ üblich, sonst gedieh nur noch Buchweizen. Im 19. Jh. wurde ein Großteil der Sandböden mit Kiefernwäldern aufgeforstet.



Bild: Rieselwiese (Historischer Wasserlehrpfad Hardautal) Einen Aufschwung erhielt der Ackerbau erst durch die Wiesenberieselung: Ein viel größerer Heuertrag konnte hervorgebracht, mehr Vieh gehalten, der Acker umfangreicher gedüngt und somit mehr Korn geerntet werden. Heute werden die Äcker mit großem Gerät und Kunstdünger bearbeitet, die Rieselwiesen wurden eingeebnet.


Die Bewirtschaftung der Lehmböden des nordöstlichen Uelzener Beckens war überaus schwierig. Der klebrige Lehm war schwer zu pflügen, nass und nicht mit sandigen Plaggen (Erdsoden mitsamt Bewuchs) düngbar. Erst die Mergeldüngung und die Entwässerung der Äcker über tönerne Drainagen verbesserte die Situation. Der hier angebaute Flachs erreichte höchste Qualität, die Orte östlich der Ilmenau wurden „Flachsdörfer“ genannt.


Bild: Kartoffelernte Am einfachsten hatten es die Kleibauern auf dem Ebstorfer Klei, weil ihr Sandlöss-Boden aufgrund seiner Beschaffenheit ein überdurchschnittlich hohes Ertragspotenzial hatte. Durch ihren beruhigenden Wohlstand standen die Kleibauern modernen Entwicklungen offen gegenüber. Sie erkannten früh die Bedeutung der Saatzucht und wendeten sie erfolgreich an. Das Wirken des Provinzialvereins für das Fürstentum Lüneburg sowie kostenlose Bodenbewertungen, Anbauempfehlungen und Bewirtschaftungspläne von Fachleuten trieben den Fortschritt weiter voran.


Bild: Zuckerfabrik Uelzen

Im Jahre 1885 nahm die Uelzener Zuckerfabrik, Keimzelle der heutigen Nordzucker AG, ihren Betrieb auf und schuf mit dem Zuckerrübenanbau ein bis heute wichtiges Standbein der Uelzener Landwirtschaft.

Bild: Getreidefeld

Heute werden im Landkreis Uelzen hauptsächlich Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse, Silomais und Getreide (darunter: Winterweizen, Sommerweizen, Roggen, Wintergerste, Sommergerste, Hafer) angebaut.


(Quelle: „Unterwegs im Landkreis Uelzen“, C. Wiegand, 2002)


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