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E-Bike Tipps & Service


Tipps & Service

Bild: Lüneburger Heide E-Bikes im Verleih Mit dem E-Bike kommen jetzt auch weniger geübte Radler in Schwung. Höhenunterschiede und Gegenwind lassen sich mit dem eingebauten „Rückenwind“ leicht überwinden. Auch längere Tagestouren oder gemeinsame Fahrten trotz unterschiedlicher Fitness sind problemlos möglich.

Doch wie unterscheidet sich die E-Bike-Fahrt von einem normalen Fahrrad, wie ist die Reichweite und was kann ich tun, um möglichst akkuschonend zu fahren? Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

1. Wie weit reicht der Akku?
Das ist die häufigste Frage, die zu Elektrofahrrädern gestellt wird. Die Antwort: Das kommt darauf an, denn es hängt vom Fahrer ab. Mit den leistungsfähigsten Lithium-Ionen-Akkus kommt man unter optimalen Bedingungen auf Reichweiten von 50 -70 Kilometern. Doch wie beim Auto hängt der "Verbrauch" entscheidend vom Fahrstil, insbesondere der Trittgeschwindigkeit ab.

60 bis 70 Pedalumdrehungen pro Minute - das ist die optimale Trittfrequenz. Tritt man langsamer, muss der Motor mehr arbeiten als der Mensch - das kostet Strom. Tritt man schneller, "überholt" man sozusagen den Motor und kommt ins Schwitzen.

Durch den richtigen Fahrstil und richtiges Schalten können Fahrer die Reichweite ihres Pedelecs um bis zu 20 Prozent erhöhen. Die Faustregel für's Pedelec heißt also "lieber schneller treten als früh aufladen".

2. Achtung beim Anfahren!
Wichtig ist die richtige Trittfrequenz auch beim Anfahren. Weil der Motor des Pedelecs beim langsamen Treten viel Leistung hinzugibt, lassen sich ungeübte Fahrer gern zum "schaltfaulen" Fahren verführen: Sie fahren im schweren Gang an. Doch damit steigt auch der Stromverbrauch rapide. "Locker in einem leichten Gang anfahren, also mit etwa 50 Pedalumdrehungen. Dann beschleunigen und alle fünf oder zehn Meter einen Gang schwerer schalten, bis man mit 60 bis 70 Umdrehungen im Reisetempo rollt." empfehlen daher die E-Bike-Experten. Das schont nicht nur den Akku, sondern ist auch sicherer, denn manch ein Radler war schon überrascht, wenn der Motor beim Anfahren im Stadtverkehr plötzlich mit voller Leistung einsetzt.

3. Richtige Frage: Energie-Strategie
„Wer länger radelt als ein Akku reicht oder Sicherheit wünscht, hat zwei Möglichkeiten: Zweitakku oder Zweitladegerät. Es gilt: Wer Zeit hat, lädt – etwa im Hotel, während des Museumsrundgangs oder im Restaurant. Das dauert je nach System zwischen einer und fünf Stunden. Wer ohne Pause weiter will, braucht einen frischen Zweit-Akku.

4. Fahrstil = Verbrauch
„Viele Faktoren beeinflussen den Verbrauch der Pedelecs: Systemgewicht, Topographie, Temperatur – allen voran jedoch die Fahrweise. Bei Ampelsprints und im Wiegetritt bringen E-Radler viel Kraft in die Pedale, der Sensor registriert sie und lässt den Motor entsprechend der eingestellten Stufe unterstützen. Daher sind hochwertige Systeme individuell auf das Nutzungsprofil einstellbar. Übrigens gilt immer: Mit Bedacht fahren und sinnvoll schalten schont auch den Akku-Stand“, erklärt Ralf Klagges vom Anbieter Utopia.

5. Braucht man Helm, Führerschein und Versicherung?
„Eine Helmpflicht besteht beim E-Bike nicht – höchstens moralisch, wie beim Fahrrad. Fürs Nummernschild ist das anders: Man unterscheidet abgeregelte E-Bikes und die sogenannten offene Klasse. Die Ersteren schieben mit bis 25 km/h, die Offenen bis 45 km/h. Nur schnelle E-Bikes brauchen in Deutschland wie Mofas ein Versicherungskennzeichens und eine Betriebserlaubnis. Das Mindestalter zum Führen offener E-Bikes ist 15 Jahre; man braucht eine Mofa-Prüfbescheinigung, die in jedem beliebigen Führerschein enthalten ist. Menschen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden, dürfen auch ohne sie schnell E-Biken“, so Kurt Schär vom Hersteller der "Flyer"-Pedelecs aus der Schweiz.

6. Memory-Effekt war einmal!
„Moderne Akkus sind wahre Hightech-Wunder. Sie funktionieren unkompliziert, wie man das vom Handy oder Laptop kennt. Der Memory-Effekt, durch den die Akku-Leistung stetig abnimmt, tritt bei E-Bikes mit aktueller Ausstattung wie Lithium-Mangan-Akkus nicht mehr auf“, weiß Klaus Schröder vom E-Transportrad-Hersteller Yuba.

(p-df)



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